Kampf gegen Sozialbetrug: GBH warnt vor Schäden für alle

Illegale Beschäftigung am Bau kostet uns Milliarden – jetzt kündigt die GBH klare Schritte gegen Sozialbetrug an.

Der Kampf gegen Sozialbetrug nimmt endlich Fahrt auf: Die Bau-Holz-Gewerkschaft (GBH) begrüßt den neuen Kurs von Finanzminister Markus Marterbauer. Nach Jahren des Wegschauens wird nun endlich gehandelt. „Sozialbetrug schadet uns allen – jetzt handeln wir“, so der GBH-Bundesvorsitzende Josef Muchitsch.

Sozialbetrug kostet alle – vom Staat bis zum ehrlichen Betrieb

In einer aktuellen Pressemitteilung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) macht die GBH auf das wachsende Problem aufmerksam. Besonders im Bau- und Holzgewerbe sind illegale Beschäftigung, Scheinverträge und dubiose Subunternehmer-Konstruktionen weit verbreitet. „Wir wissen, wo es brennt, wir sehen es jeden Tag auf den Baustellen“, warnt Muchitsch.

Das Resultat: Arbeiter verlieren ihren fairen Lohn, der Staat verliert Millionen an Steuereinnahmen, und solide Betriebe stehen im unfairen Wettbewerb mit schwarzen Schafen. Besonders kritisch: Geld, das eigentlich in Pensionen, Bildung oder Pflege fließen sollte, geht durch betrügerische Machenschaften verloren.

Frühere Regierungen haben versagt – jetzt kommt Bewegung

Laut der GBH wurde das Thema in den letzten Jahren systematisch ignoriert. Strafen wurden reduziert, Kontrollen eingeschränkt, und Gesetzeslücken blieben bestehen. Die Folge: organisierte Ausbeutung konnte sich ungehindert ausbreiten.

Jetzt bringt der neue Finanzminister Marterbauer Schwung in die Sache. Laut GBH ist es höchste Zeit, die Weichen neu zu stellen und klare Maßnahmen gegen Sozialbetrug zu setzen. „Das hätte es mit einer SPÖ-Regierungsbeteiligung nicht gegeben“, kritisiert Muchitsch und betont, wie wichtig ein fairer und transparenter Arbeitsmarkt sei.

Die Forderungen der GBH: Klare Maßnahmen für mehr Fairness

Die GBH hat einen konkreten Forderungskatalog vorgelegt, um Sozialbetrug effektiv zu bekämpfen. Zu den wichtigsten Punkten zählen:

✅ Mehr Personal für die Finanzpolizei, um die Kontrolldichte massiv zu erhöhen
✅ Höhere Strafen für Unternehmen, die beim Sozialbetrug erwischt werden
✅ Ein zentrales Auftraggeberregister zur Verhinderung von missbräuchlichen Subunternehmer-Ketten
✅ Bessere Zusammenarbeit zwischen Finanzpolizei, Sozialversicherung und Arbeitsinspektion
✅ Effektivere internationale Kontrolle bei Entsendungen
✅ Verpflichtende Aufzeichnungen bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten
✅ Anmeldung vor Arbeitsbeginn für entsandte Arbeitskräfte

Diese Punkte sollen sicherstellen, dass ehrliche Unternehmen nicht länger benachteiligt werden, während Betrüger auf Kosten der Allgemeinheit profitieren.

Betrug darf sich nicht mehr lohnen – jetzt wird aufgeräumt

„Es geht um Gerechtigkeit. Ehrliche Arbeit muss sich für jeden Arbeitgeber und Beschäftigten lohnen. Betrug muss teuer werden.“ Die GBH zeigt sich kampfbereit: „Mit Finanzminister Marterbauer haben wir endlich einen Partner, der das versteht. Die GBH ist bereit. Jetzt gemeinsam durchgreifen – für faire Arbeit und eine gerechte Zukunft“, so Muchitsch.

Ein starkes Signal für faire Arbeit

Der neue Kurs gegen Sozialbetrug setzt ein wichtiges Zeichen: Faire Arbeit, gerechte Entlohnung und Chancengleichheit sollen am Bau wieder zum Standard werden. Für Marterbauer und die GBH ist klar: Jetzt wird aufgeräumt – für mehr Vertrauen und einen fairen Arbeitsmarkt.

Fazit: Mit klaren Regeln und konsequenter Kontrolle kann der Sozialbetrug gestoppt werden. Ein wichtiger Schritt für gerechte Löhne und faire Wettbewerbsbedingungen in Österreich.

Teilen:
Picture of Caroline Lechner
Caroline Lechner
Journalist, Redakteur und Herausgeber. E-Mail: [email protected]