Schmuggler versuchten über 21.000 Zigaretten in Brotlaiben nach Österreich zu bringen – doch der Zoll und seine Spürhunde hatten einen besseren Riecher.
Kreativität kennt beim Schmuggel scheinbar keine Grenzen – das zeigte sich kürzlich am Grenzübergang Nickelsdorf, wo der österreichische Zoll besonders einfallsreiche Schmuggelmethoden aufdeckte. Gleich zweimal im Juni 2025 konnten Zöllner große Mengen illegaler Zigaretten sicherstellen – darunter über 21.000 Stück, die raffiniert in Brotlaiben versteckt waren.
Über 79.000 Zigaretten an einem Grenzübergang sichergestellt
Wie aus einer aktuellen Presseaussendung des Bundesministeriums für Finanzen hervorgeht, konnten die Beamten des Zolls bei zwei Kontrollen insgesamt 79.540 Zigaretten sicherstellen. Der Fund sorgt für Aufsehen – nicht nur wegen der enormen Menge, sondern auch wegen der ausgefallenen Versteckmethoden.
Bereits Mitte Juni erwischte der Zoll bei einer Routinekontrolle einen Kleintransporter an der ungarischen Grenze mit über 58.000 geschmuggelten Zigaretten. Die Schmuggelware war in Verpackungen von Keksen, Cornflakes und sogar zwischen Kartoffelkartons versteckt. Der Wert der hinterzogenen Tabaksteuer belief sich allein in diesem Fall auf rund 11.000 Euro. Dank des Einsatzes eines Spürhundes konnte der Schmuggelversuch rasch aufgedeckt werden. Zusätzlich zur fälligen Steuer wurde eine Geldstrafe von 5.000 Euro verhängt.
Dreister Wiederholungstäter erneut geschnappt
Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Ende Juni wurde derselbe Kleintransporter erneut zur Kontrolle gebeten. Dieses Mal hatte der vierbeinige Kollege des Zolls erneut den richtigen Riecher: Beim Kontrollgang schlug der Diensthund an der Rücksitzbank an. Die daraufhin erfolgte Durchsuchung förderte 21.360 weitere Zigaretten zutage – versteckt in ganz gewöhnlichen Brotlaiben.
Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: Eine Geldstrafe von 2.400 Euro wurde verhängt, zusätzlich zur Sicherstellung der Tabakwaren und der Vermeidung von rund 4.000 Euro an hinterzogener Tabaksteuer.
Finanzministerium lobt konsequentes Vorgehen des Zolls
Das Finanzministerium unterstreicht die Bedeutung solcher Aufgriffe für den fairen Wettbewerb in Österreich. Finanzminister Markus Marterbauer bedankte sich ausdrücklich bei den Zollbeamten – sowohl den zweibeinigen als auch den vierbeinigen – für ihren unermüdlichen Einsatz gegen Steuerhinterziehung und Schmuggel.
Auch Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl betonte die Wichtigkeit solcher Erfolge: „Der Zoll leistet einen unverzichtbaren Beitrag für faire Wettbewerbsbedingungen der heimischen Wirtschaft.“ Insgesamt konnte durch die beiden Aufgriffe eine Steuerhinterziehung von rund 15.000 Euro verhindert werden.