Benzin und Diesel werden wieder teurer – wegen internationaler Krisen und höherer Abgaben. Was jetzt auf Autofahrer zukommt und worauf zu achten ist.
Deutlicher Preisschub im Juni
Laut dem ARBÖ kostet ein Liter Eurosuper aktuell 1,556 Euro, Diesel liegt sogar bei 1,582 Euro. Das bedeutet: Seit Anfang Juni ist der Preis für Super um 7 Cent gestiegen, bei Diesel sind es sogar rund 12 Cent (Quelle: ARBÖ, Stand: 25.06.2025). Damit ist die kurze Phase stabiler Preise vorüber – und Diesel erneut teurer als Benzin.
Besonders bitter: Der Preisanstieg fällt genau in die Urlaubszeit. Wer jetzt mit dem Auto verreist, muss tiefer in die Tasche greifen.
Krisen, CO₂-Abgabe & schwankender Ölpreis als Ursachen
Die Gründe für den plötzlichen Anstieg sind vielfältig:
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Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, insbesondere der Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA, treiben die Ölpreise nach oben.
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Der Rohölpreis stieg zwischen dem 1. und 19. Juni 2025 von 62,61 auf 78,74 US-Dollar pro Barrel und liegt derzeit bei rund 69 US-Dollar (Quelle: ARBÖ).
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Die höhere CO₂-Bepreisung, die bereits Anfang 2025 eingeführt wurde, schlägt sich ebenfalls in den Treibstoffkosten nieder.
Laut dem ÖAMTC reagieren Tankstellen äußerst schnell auf Preisanstiege – bei sinkenden Rohölpreisen hingegen lassen Preissenkungen oft auf sich warten.
Autobahntankstellen besonders teuer
Wer unterwegs ist, sollte genau auf die Wahl der Tankstelle achten. Der ÖAMTC warnt davor, auf Autobahnraststätten zu tanken. Dort bleiben die Preise konstant hoch – oft bei rund 2 Euro pro Liter, unabhängig von Marktveränderungen.
Spartipp für Reisende:
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In Italien ist der Sprit deutlich teurer (Super +20 Cent, Diesel +10 Cent).
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In Slowenien: Super 1,445 €/l, Diesel 1,458 €/l
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In Kroatien: Super 1,42 €/l, Diesel 1,30 €/l
(Quelle: ÖAMTC, Juni 2025)
Die Empfehlung lautet daher: Vor der Grenze volltanken – das spart bares Geld.
Politik denkt über Eingriffe nach
Die steigenden Preise rufen auch die Politik auf den Plan. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kündigte an, über einen „Energie-Krisenmechanismus“ nachzudenken. Ziel sei es, bei übermäßigen Preissprüngen staatlich einzugreifen, um die Belastung für die Bevölkerung zu dämpfen.
Ausblick bleibt unsicher
Wie sich die Spritpreise weiter entwickeln, ist offen. Klar ist: Die Kombination aus internationalen Krisen, schwankenden Ölpreisen und neuen Abgaben sorgt für ein explosives Preisgemisch. Eine schnelle Entspannung ist laut Experten derzeit nicht in Sicht.
Fazit: Preisvergleich lohnt sich jetzt doppelt
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte Preise vergleichen, rechtzeitig tanken und Raststätten meiden. Gleichzeitig bleibt zu hoffen, dass politische Maßnahmen bald für Entlastung sorgen. Bis dahin heißt es: Clever planen – und jede Tankfüllung doppelt prüfen.