Die Heizkosten steigen weiterhin, und für viele Haushalte in Oberösterreich ist das ein echtes Problem. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen, Alleinerziehende oder Arbeitslose spüren die finanzielle Belastung stark. Laut Statistik Austria gaben im zweiten Quartal 2025 rund 15 Prozent der Befragten in Österreich an, dass Wohnkosten sie stark belasten. Alarmierend: Mehr als jeder zehnte Befragte kann die Wohnung überhaupt nicht angemessen warm halten.
„In einem reichen Land wie Österreich darf es keine kalten Wohnungen geben“, betont AK-Präsident Andreas Stangl. Er kritisiert, dass die Landesregierung bisher zu wenig gegen steigende Kosten und Teuerung unternommen habe und viele Oberösterreicher dadurch im Ungewissen bleiben.
Heizkostenzuschuss: Unklarheit bei Auszahlung und Höhe
Der Heizkostenzuschuss soll Haushalte unterstützen, die Heizkosten nicht selbst tragen können. Bisher betrug er 200 Euro, doch für die Heizperiode 2025/2026 hat das Land Oberösterreich noch keinen konkreten Auszahlungstermin bekanntgegeben. Noch immer wird auf das Jahr 2026 verwiesen, ohne Details zu nennen.
„In der vergangenen Heizperiode 2024/2025 konnte der Zuschuss schon im Herbst beantragt werden. Obwohl die Kosten immer noch hoch sind, lässt der Soziallandesrat die Oberösterreicher:innen im Ungewissen, wann und mit wie viel Unterstützung sie rechnen können
, erklärt Stangl. „
Forderung nach raschem Handeln
Der AK-Präsident fordert die Landesregierung auf, schnellstmöglich einen Termin für die Auszahlung zu nennen und die Höhe des Zuschusses bekanntzugeben. Eine klare Kommunikation und rechtzeitige Auszahlung des Heizkostenzuschusses würden nicht nur Haushalte entlasten, sondern auch verhindern, dass Energiearmut in Oberösterreich weiter zunimmt.
Schnelle Hilfe ist dringend notwendig
Die Heizkosten bleiben für viele Haushalte eine enorme Belastung. Der Heizkostenzuschuss könnte diese Last deutlich mildern – vorausgesetzt, er wird rechtzeitig und transparent ausgezahlt. Die Forderung der AK ist klar: Niemand in Oberösterreich darf frieren, und die Landesregierung muss jetzt handeln.