Wohnbeihilfe digital berechnen: Neues Tool der AK Oberösterreich

Wohnbeihilfe 2025/2026: So prüfen Sie Ihren Anspruch digital.

Leistbares Wohnen ist in Oberösterreich für viele Haushalte weiterhin eine Herausforderung. Besonders Familien mit niedrigem Einkommen, Alleinerziehende und Haushalte mit Arbeitslosigkeit spüren die steigenden Mieten und Energiepreise deutlich. Die Wohnbeihilfe ist ein direkter Zuschuss des Landes Oberösterreich zur Miete und hilft, Wohnen leistbar zu halten. Doch komplizierte Berechnungen und fehlende digitale Möglichkeiten haben bisher viele Anspruchsberechtigte ausgeschlossen.

„Hürden bei der Antragsstellung für die Wohnbeihilfe und die fehlende Möglichkeit, diese digital vorauszuberechnen, verhindern, dass Menschen die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen“, betont AK-Präsident Andreas Stangl.

Einfacher digitaler Rechenweg für 2026

Die AK Oberösterreich hat nun eine praktische Lösung entwickelt: Interessierte können ihren Anspruch auf Wohnbeihilfe digital vorab schätzen. Auf der Webseite der AK Oberösterreich finden Mitglieder eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Die Berechnung erfolgt über einen Prompt für den Sozialratgeber Chatbot des Landes Oberösterreich. Mit diesem KI-gestützten Tool lässt sich schnell ermitteln, ob ein Anspruch besteht und in welcher Höhe eine erste Unterstützung möglich wäre.

Wichtig: Die Ergebnisse dienen nur als erste Orientierung. Die endgültige Berechnung und Auszahlung erfolgen ausschließlich durch die zuständige Behörde (Amt der Oö. Landesregierung).

Zahlen und Fakten zur Wohnbeihilfe

Seit 2013 ist die Zahl der Beziehenden von 32.542 auf 23.017 im Jahr 2024 gesunken – ein Rückgang von 29 Prozent. Laut AK Wohnzufriedenheitsindex sind rund 40 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Verständlichkeit der Wohnbeihilfe-Regeln.

Das neue digitale Tool der AK 2026 soll diese Hürden abbauen. Haushalte können sofort prüfen, ob sie Anspruch auf Unterstützung haben – ein entscheidender Schritt, um die Wohnbeihilfe effizient und zielgerichtet zu verteilen.

„Mit der Möglichkeit zur digitalen Berechnung wollen wir erreichen, dass mehr Menschen die Wohnbeihilfe tatsächlich in Anspruch nehmen“, erklärt Stangl.

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Caroline Lechner
Journalist, Redakteur und Herausgeber. E-Mail: [email protected]