Kostenlos Betriebskosten prüfen lassen: Die MieterHilfe der Stadt Wien hilft Mieter mit einem unabhängigen Check der Betriebskostenabrechnung.
Jedes Jahr flattert sie ins Haus: die Betriebskostenabrechnung. Oft wird sie ungelesen abgelegt oder nur oberflächlich geprüft – dabei lohnt sich ein genauer Blick. Denn: In vielen Fällen schleichen sich Fehler ein, die zu unnötig hohen Nachzahlungen führen können. Genau hier setzt die MieterHilfe der Stadt Wien an – mit einem kostenlosen, unabhängigen Check der Betriebskostenabrechnung.
Die Stadt Wien stellt diesen Service im Rahmen ihrer wohnpolitischen Initiative zur Verfügung. Die aktuelle Presseaussendung unterstreicht die Bedeutung dieser Maßnahme: „Rund um die Betriebskosten herrscht oft Unklarheit, was verrechnet werden darf und was nicht darunterfällt. Die MieterHilfe schafft hier Klarheit“, so Wiens Wohnbaustadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál.
Was wird eigentlich verrechnet?
Betriebskosten sind jene laufenden Ausgaben, die durch den Betrieb eines Wohnhauses entstehen. Laut Mietrechtsgesetz (MRG) müssen Vermieter jährlich bis spätestens 30. Juni eine ordentliche Abrechnung vorlegen – meist per Post oder Aushang im Stiegenhaus. Dabei kann es zu Gutschriften oder Nachzahlungen kommen.
Diese Kosten dürfen laut Gesetz verrechnet werden:
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Entrümpelung von herrenlosem Gut
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Schädlingsbekämpfung
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Kehrgebühren (z. B. für den Rauchfangkehrer)
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Stromkosten für Beleuchtung und Gemeinschaftsanlagen
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Verwaltungshonorar
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Müllabfuhr
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Hausreinigung (z. B. durch Hausbesorger oder externe Dienstleister)
Tipp der MieterHilfe Wien:
Erhaltungsarbeiten – also etwa Reparaturen oder Instandsetzungsmaßnahmen am Dach, im Stiegenhaus, in Wohnungen oder an anderen Gebäudeteilen dürfen nicht als Betriebskosten weiterverrechnet werden! Diese müssen aus der Hauptmietzinsrücklage bezahlt werden. Wer also z. B. Dachsanierungen auf der Abrechnung entdeckt, sollte sich unbedingt beraten lassen.
Warum sich der Check auszahlt
„Nur eine Überprüfung bringt Gewissheit, ob tatsächlich alles korrekt verrechnet wurde“, so Christian Bartok, Bereichsleiter der MieterHilfe. Viele Abrechnungen enthalten unzulässige Posten oder zu hoch angesetzte Beträge – wer diese nicht erkennt, zahlt am Ende drauf. Die Stadt Wien bietet daher nicht nur eine fundierte Erstberatung, sondern schafft auch langfristig Vertrauen in die Mietverhältnisse.
So funktioniert der kostenlose Betriebskosten-Check
Die MieterHilfe Wien bietet kostenlose Unterstützung für alle Wienerinnen und Wiener. Die Expertinnen und Experten wissen, worauf es ankommt, und prüfen jede Abrechnung auf ihre Korrektheit – und das bis zu drei Jahre rückwirkend.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick:
Telefonische Beratung: Montag bis Freitag, 9:00–17:00 Uhr unter 01/4000 8000
Online-Infos: www.mieterhilfe.at
Persönliche Beratung: Nach Terminvereinbarung möglich